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VAL DI CEMBRA UND VALSUGANA

Das Valle di Cembra zählt zu den eigenwilligsten Landschaften des Trentino. Das Tal besticht durch seinen ausgedehnten, terrassenförmig angelegten Weinbau. Aber auch durch seine Farbkontraste - dunkelgrüne Nadelwälder und von der Sonne beschienenen Hünge, wo der Herbst in seiner roten, gelben und braunen Farbenpracht förmlich explodiert.

Die Weinberge dieses Tals sind eine aussergewöhnliche Sehenswürdigkeit. Sie legen nicht nur Zeugnis über die mühevolle und hartnäckige Arbeit der Weinbauern ab, sondern sind auch wegen des köstlichen Nektars bekannt, der hier gedeiht. Das Valle di Cembra ist auch über den Dürer-Weg erreichbar.

1494 unternahm der deutsche Kunstmaler Albrecht Dürer seine erste Reise nach Italien bzw. nach Venedig. Nach einer Rast in Neumarkt, zwang ihn die Hochwasser führende Etsch zu einem Umweg. Dieser führte ihn über Buchholz und die (angeblich römische) Brücke, welche die Schlucht des Wildbachs Lauco überquert, bis hinauf zum Passo Sauch. Von dort stieg er zum Lago Santo (Heiliger See) und weiter nach Cembra ab. Dann setzte er seinen Weg nach Faver und bis zur Burg von Segonzano fort, wo er weltberühmte Aquarellzeichnungen schuf, welche die Eindrücke des grossen Malers vor fünfhundert Jahren vermitteln.

Laut Ansicht des deutschen Malers, war dies die natürliche Grenze, zwischen der deutsch- und lateinsprachigen Welt. Und noch heute stellt dieses Gebiet eine Reise in die Vergangenheit dar, zwischen zwei völlig unterschiedlichen Kulturen. Eine Art Durchlass, die den Zugang zu zwei verschiedenen Welten ermöglicht: das Portal in die mediterrane Welt.

Im Valle di Cembra zählen die Erdpyramiden zu den Sehenswürdigkeiten. Sie sind bis zu 20 Meter hoch und durch einen grossen Felshut geschätzt.

Das Valsugana ist reich an Naturschönheiten, aber auch an kulturellen Sehenswürdigkeiten.

Dort gibt es einen Ort, wo Natur und Kunst verschmelzen: das Valle di Sella. Arte Sella ist eine internationale Biennale der zeitgenössischen Kunst. Sie fand erstmals 1986 statt und dehnt sich auf die Wiesen und Wälder des Val di Sella aus.

Das Valsugana ist renommiert für seine vielen Burgen und Schlösser. Allen voran die Burg von Pergine auf dem Colle del Tegazzo, wo sie das ganze Tal dominiert. Die Burg ist eines der Symbole des Valsugana. In ihrem doppelten Mauerring birgt sie Umbauten, die auf verschiedene Epochen zurückgehen. In der Nähe von Levico Terme befindet sich die Ruine von Castel Selva, einem Schloss, das die Furstbischofe von Trento als Feriendomizil bevorzugten.

In Caldonazzo lädt das Schloss Magnifica Corte Trapp zum Besuch ein, wo die Barone Trapp einst ihr Domizil hatten. Das Valsugana diente auch als Durchgangstal in Richtung Veneto, und deshalb sind hier die Befestigungswerke, zum Schutz des Gebiets, besonders zahlreich.

Levico ist die symbolische Kleinstadt des Tals. Ein gastfreundlicher Kurort und ehemalige, beliebte Sommerfrische der Habsburger Kaiserin Sissi. Die Seen Levico und Caldonazzo wurden in der Zwischenzeit zu einem der Anziehungspunkte fur zahlreiche Touristen aus dem In- und Ausland.

Der Abschnitt der Via Claudia, der durch das Valsugana verläuft, ist ganz besonders idyllisch.

Stumme Zeugen aus dieser Zeit sind der römische Meilenstein von Tenna, der als Aufschrift die Nummer XXXXI trägt, und die Entfernung von Feltre nach Tenna anzeigt, und der römische Sarkophag in Levico Terme.

 
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