> Home > Incoming Italia > Via Claudia Augusta > Trient
TRIENT
Die strategische Lage des Orts, in Übereinstimmung mit den Seitentälern und -strassen, an einer Verkehrsader zwischen Nordeuropa und der italienischen Halbinsel, veranslasste die Römer dazu, dort das römische Tridentum zu errichten, das splendidum municipium, wie es Kaiser Claudius 46 n. Chr. nannte.
2.000 Jahre Geschichte unter der Altstadt von Trento. Ein Streifzug durch diese ehemalige Ansiedlung bietet sich in Stadtteil del Sass. Ein etwa 1.700 qm grosses Gelände, das öffentliche Einrichtungen und Privatunternehmen umschliesst: Einen langen Abschnitt der ehemaligen östlichen Stadtmauer, der ausgedehnte Teil einer gepflasterten Strasse, Teile von mosaikverzierten Hausern, Innenhofe und Werkstatten aus der Römerzeit.
Als monumental sind die Reste der Porta Veronensis zu bezeichnen, in die man durch das Atrium des Tridentiner Diozesan-Museums gelangt. Dieses, auf der Südseite gelegene Stadttor, wurde im 1. Jh. v. Chr. erbaut und hatte zwei Eingänge. Einen fur Fussgänger und einen fur Fuhrwerke. An den beiden Seiten des Stadttors befanden sich polygonale Türme aus weissem Kalkstein, die zwei bis drei Stockwerke hoch waren. Dort begann die Hauptstrasse der damaligen Stadt.
Erwähnenswert ist die vorchristliche Basilika, zwischen dem 5. und 4. Jh. v. Chr. ausserhalb der Stadtmauer errichtet. Ferner lohnt sich ein Besuch im Palazzo delle Albere, der zum Museum der modernen und zeitgenössischen Kunst gehort.
Das aus mehreren Strukturen bestehende Schloss Buonconsiglio, das an die Stadtmauern aus dem 3. Jh. angrenzt, diente als Residenz der Furstbischofe von Trento, und zwar ab der Mitte des 13. Jh. bis zur Sekularisierung des Bistums im Jahr 1803.
Der älteste Teil, Castelvecchio genannt, wurde in den ersten Jahren des 3. Jh. errichtet. Beweis dafür legt der sogenannte "Torre Grande" oder "Augustusturm" ab. Von besonderem Interesse sind die Zinnen, die gotischen Fenster und die gotisch-venezianische Loggia.
Seit 1992 sind im Schloss Buonconsiglio das Museum für "Denkmalpflege" und das "historische Museum" untergebracht. Der Name der Stadt ist mit dem historischen Konzil (1545 - 1563) von Trento verbunden.
Die "Visitenkarte" von Trento ist die Altstadt, mit ihren allseits bekannten freskoverzierten Fassaden der Renaissancegebaude und den Winkeln, die manchem oberfllachlichen Besucher entgehen.
Auf den wunderschönen Domplatz, umgeben von freskoverzierten Bauwerken aus der Renaissance, und mit dem Neptunbrunnen aus dem 18. Jh. im Mittelpunkt, blicken der Palazzo Pretorio mit seinem Turm und das Castelletto. Letzteres diente einst dem Bischof als primitive, befestigte Wohnstätte und grenzte unmittelbar an die St. Vigilius geweihte Kathedrale an. Auf der Prachtstrasse, der Via Belenzani, mit der Kirche "S. Maria Maggiore", und durch andere Strassen der Altstadt gehend, erreicht man Schloss Buonconsiglio.