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NEUMARKT
1979 kamen in Neumarkt, im Gebiet Kahn, Reste eines Gebäudes aus der römischen Zeit, 1. Jh. n. Chr., ans Tageslicht: Das Domus Mansia Endidae, eine antike Raststatte, in einem Strassenabschnitt der Via Claudia Augusta, im Itinerarium Antonino, 23 römische Meilen (etwa 35 km) nördlich von Trento erwähnt. Die archeologische Ausgrabungsstatte legt Zeugnis über eine wichtige lateinische Epoche in der Region Trentino-Sudtirol ab. Dort wurde ein etwa 4 m breiter Strassenabschnitt gefunden, der aus gepresster Gesteinsmasse, überdeckt von Schotter, besteht. Auf ihm waren noch die Furchen der vorüberziehenden Karren erkennbar.
Das ausgegrabene Bauwerk, mit seiner rechteckigen Form, besass ein grosses Eingangsportal, einen Innenhof und eine Reihe von Räumen, die in Hufeisenform angeordnet waren. Ein Grossteil der gemauerten Funde konnten restauriert werden und ist nunmehr als einzigartiges Dokumentationszentrum auch für das Publikum zur Besichtigung freigegeben.
Das Hospiz von St. Florian in Laag bei Neumarkt, auch als Klösterle bezeichnet, ist ein aussergewöhnlich gut erhaltenes Bauwerk im romanischen Stil und diente Pilgern sowie Wanderern als Unterkunft.
Interessant ist, dass die Bauart des Mansio (römische Raststattte) von Neumarkt auf das Klösterle übertragen wurde, das in etwa dieselben Funktionen hatte.
Das Klösterle und die Domus Mansia von Neumarkt bieten dem Besucher die Möglichkeit, zwei sich ähnliche Strukturen zu besichtigen, die eng mit den alten Verkehrswegen verbunden sind. Sie sind ein seltener Beweis, der über die Gepflogenheiten der europaischen Reisenden von einst einen Eindruck vermittelt. Unter diesen Reisenden befand sich auch Albrecht Dürer, der berühmte deutsche Kunstmaler und Reisende aus Leidenschaft.